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06.04.2011, 16:43 Uhr | Übersicht | Drucken
Der Bundespräsident nimmt sich 45 Minuten zeit

Bückeburg/Berlin (rc). In Bückeburg war der französische Ministerpräsident François Fillon zu Gast.

Bückeburg/Berlin (rc). In Bückeburg war der französische Ministerpräsident François Fillon zu Gast. Zu gleichen Zeit war die Senioren-Union Bückeburg in Berlin unterwegs, um eine ebenso hochrangige Persönlichkeit zu sehen: Bundespräsident Christian Wulff. Der es sich nicht nehmen ließ, die 50-köpfige Gruppe auf den Treppen des Schlosses Bellevue zu empfangen, dort, wo sonst nur Staatsgäste auf dem roten Teppich empfangen werden. Anschließend nahm sich der Bundespräsident noch eine halbe Stunde Zeit, um in seinem Dienstzimmer die Bückeburger über seinen Arbeitsalltag und das Schloss Bellevue zu informieren. So erfuhren die Gäste, dass der nächste Staatsbesuch der der niederländischen Königin Beatrix ist und dass Wulff nicht im Schloss Bellevue wohnt, sondern wegen seiner kleinen Kinder in Berlin Zehlendorf.

Wie der Vorsitzende der Senioren-Union, der ehemalige Landtagsabgeordnete Friedel Pörtner, auf dessen Initiative und Kontakte Fahrt und Besuch zustande gekommen war, und Ekkehard Dürig berichteten, habe sich der ehemalige niedersächsische Ministerpräsident an seine häufigen Besuche in Bückeburg und Schaumburg erinnert. „Ich kenne beide bestens“, zitierten die Senioren-Unionler den Bundespräsidenten. Der von Pörtner gefragt wurde, ob er nicht noch einmal nach Bückeburg kommen könne, denn bisher habe noch kein Bundespräsident die ehemalige Residenzstadt besucht. Dafür müsse es einen entsprechenden Anlass und eine entsprechende Einladung geben, „dann kann es durchaus klappen“, habe die Antwort des Präsidenten gelautet.

Wulff sprach eine Änderung der Verleihung von Bundesverdienstorden an, an der derzeit gearbeitet werde. Es gebe Überlegungen, Orden künftig gemeinsam zu verleihen, da hinter dem, der das Bundesverdienstkreuz erhält, in der Regel ein Partner stehe, ohne den die ehrenamtliche Arbeit des anderen kaum möglich sei.

Vor dem Besuch hatte die Senioren-Union mit der Bundestagsabgeordneten Dr. Marai Flachbart über Energie- und Atompolitik diskutiert. Nach dem Besuch beim Präsidenten ging es in den Bundestag, wo nach einem Info-Vortrag über den Bundestag die Kuppel des Reichstags erklommen wurde.


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